Hauswirtschaftsraum planen

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Hauswirtschaftsraum planen

Die Waschmaschine steht in der Küche, der Wäscheständer blockiert den Flur und Putzmittel teilen sich den Platz mit Töpfen und Vorratsdosen. Viele Haushalte kennen diese Situation, und sie lässt sich vermeiden. Ein eigener Hauswirtschaftsraum schafft Ordnung, entlastet Küche und Bad und gibt Geräten, Vorräten und Reinigungsmitteln einen festen Platz hinter verschlossenen Türen. Bei einem Neubau oder einer größeren Umgestaltung im Bestand lohnt es sich deshalb, den eigenen Hauswirtschaftsraum planen zu lassen und von Anfang an in das Raumkonzept einzubinden. Dieser Blogbeitrag zeigt, worauf es dabei ankommt, wie Sie den Raum sinnvoll einrichten und welche Bereiche auf keinen Fall fehlen sollten.

Was genau ist ein Hauswirtschaftsraum?

Ein Hauswirtschaftsraum, oft kurz HWR genannt, ist der zentrale Arbeitsraum eines Haushalts. Waschmaschine und Trockner finden hier ihren festen Platz neben Vorräten, Getränkekisten und Reinigungsmitteln. Gleichzeitig dient der Raum als Bügelstation, Sortierplatz und Lager für Gegenstände, die im Wohnbereich keinen Platz finden. In Häusern ohne Keller übernimmt der HWR häufig zusätzlich die Funktion eines Technikraums, in dem Heizungsanlage oder Wärmepumpe untergebracht sind. Der große Vorteil: Geräte, Vorräte und Hilfsmittel, die täglich gebraucht werden, verschwinden hinter einer Tür und sind trotzdem jederzeit griffbereit. Die Küche bleibt aufgeräumt, das Bad frei von Wäschebergen und der Flur dient wieder als Durchgang.

Die richtige Größe und Lage

Die passende Größe richtet sich danach, welche Aufgaben der Raum übernehmen soll. Für die meisten Haushalte hat sich eine Fläche zwischen sechs und fünfzehn Quadratmetern bewährt. Ein Zwei-Personen-Haushalt kommt mit rund sechs Quadratmetern aus, wenn der Schwerpunkt auf Waschen und Grundausstattung liegt. Familien, die zusätzlich Vorräte lagern, bügeln oder ein Mülltrennsystem unterbringen möchten, planen eher großzügiger. Wichtiger als die reine Quadratmeterzahl ist allerdings die durchdachte Aufteilung. Selbst auf vier Quadratmetern lässt sich erstaunlich viel unterbringen, wenn jeder Zentimeter sinnvoll genutzt wird.

Bei der Lage empfiehlt sich das Erdgeschoss, möglichst nah an der Küche. So lassen sich Einkäufe schnell verstauen und Vorräte griffbereit halten, ohne Treppen steigen zu müssen. Ein direkter Zugang von draußen, etwa von der Garage oder dem Garten, macht den Raum zusätzlich zur Schmutzschleuse: Regenjacken, schmutzige Schuhe und der Hund nach dem Spaziergang bleiben hier, bevor der Rest des Hauses betreten wird. Im Bestand lässt sich häufig ein Teil des Kellers oder der Garage umrüsten. Eine einzelne Wandseite mit Schränken, Waschmaschine und Arbeitsfläche kann dort als platzsparende Alternative dienen. Selbst ein großer Schrank im Flur mit integrierter Waschmaschine und Auszügen erfüllt die wichtigsten Funktionen, wenn kein eigener Raum zur Verfügung steht.

Die wichtigsten Bereiche

Das Herzstück bilden Waschmaschine und Trockner. Beide lassen sich übereinander aufstellen oder in einen Hochschrank integrieren, und eine Klappstation zum Falten der Wäsche auf Arbeitshöhe spart Zeit und schont den Rücken. Achten Sie auf ausreichend Strom- und Wasseranschlüsse sowie einen Bodenablauf für den Notfall.

Hochschränke mit Auszügen und Innenschubladen schaffen Ordnung auf kleiner Fläche. In schmalen Hochschränken verschwinden Staubsauger, Bügelbrett und Besen, ohne im Weg zu stehen. Offene Regale eignen sich für Getränkekisten und Vorratsdosen, geschlossene Schränke für Putzmittel und Reinigungsgeräte. Ein Mülltrennsystem im Unterschrank verlagert Altglas, Altpapier und Verpackungen aus der Küche in den HWR.

Eine strapazierfähige Arbeitsplatte in ergonomischer Höhe macht den Raum zum vollwertigen Arbeitsplatz, an dem Sie sortieren, falten und verpacken. Eine eigene Spüle erweist sich als äußerst praktisch für den Putzeimer, empfindliche Handwäsche oder die Reinigung von Vasen und Gießkannen.

Liegt der HWR direkt neben der Küche, eignet er sich hervorragend als Vorratskammer. Haltbare Lebensmittel, Konserven und Großpackungen finden hier Platz, ohne die Küchenschränke zu überfüllen. Hochschränke mit Kreuzeinteilung nehmen Weinflaschen liegend auf. Bei gleichmäßig kühler Raumtemperatur eignet sich der Raum sogar für Obst und Gemüse.

Ergonomisch einrichten

Bügeln, Wäsche falten und Vorräte einsortieren dauern oft länger als gedacht, und genau deshalb lohnt sich eine ergonomische Planung. Die Arbeitsplatte sollte auf Ihre Körpergröße abgestimmt sein. Schwere Gegenstände wie Getränkekisten und Waschmittelkanister gehören in die unteren Schrankbereiche, damit sie ohne Bücken erreichbar sind. Utensilien für den täglichen Gebrauch lagern am besten auf Griffhöhe. Vor Waschmaschine und Schränken sollten mindestens 120 Zentimeter Bewegungsfreiheit bleiben, damit Sie bequem be- und entladen können. Eine gute Beleuchtung an Arbeitsplatte und Spüle rundet die ergonomische Planung ab und macht das Arbeiten im HWR auch bei wenig Tageslicht angenehm.

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